Englisches Jackett

Es ist schwierig, sich eine Herrengarderobe ohne Jackett vorzustellen. Noch vor 100 – 150 Jahren wurde dieses Kleidungsstück nicht so weit verbreitet. Wenden wir uns an Wörterbuch: Jackett ist ein englisches Wort, eine lange Jacke, ein kurzer hüftlanger Gehrock (1860). Aus dieser Definition lässt sich schlussfolgern, dass Gehrock damals ein verbreiteteres Kleidungsstück war als Jackett. Obwohl Jackett heute eine der universellsten Sachen in Herrengarderobe ist. Frauen tragen auch diese bequeme und elegante Kleidung gerne. Was ist mit Jackett im letzten Jahrhundert passiert? Woher kam dieses Kleidungsstück auf?


Herkunft des Wortes „Jackett“

Es gibt einige Versionen von Herkunft des Wortes „Jackett“. Höchstwahrscheinlich stammt dieses Wort aus Französischem. Jaque bedeutet ein kurzer, eng anliegender Männerrock. Engländer nennen aber Jackett eher ein bisschen anders, coat. Dabei bedeutet das Wort coat in Englischem sowohl Mantel, als auch Feldjacke und Soldatenrock. Deshalb neigen Etymologen zur Überzeugung, dass das Wort Jackett französische Herkunft hat.

Geschichte des Jacketts

Vorgänger des Jacketts waren Frack, Gehrock, Ausgehanzug und Smoking. Gehrock und Ausgehanzug kamen schon lang außer Gebrauch, und Jackett, Frack und Smoking werden auch heute getragen. Wenn Jackett jeden Tag genutzt wird, werden Frack und Smoking heute nur von Schauspielern, Diplomaten und Politikern getragen, gewöhnlich bei feierlichen Anlässen.

In Europa verbreitete sich Jackett seit 1860-er Jahren. Diese Kleidung war viel bequemer als Frack oder Gehrock. Zuerst wurde Jackett meistens von Arbeitern bäuerlicher Abstammung getragen. Am Ende des 19. Jahrhunderts erreichte Jackett eine höhere Staffel: Es wurde zum Jagen getragen. Bevor Sportanzug und Gesellschaftsanzug aufkamen, trugen Männer gewöhnlich Gehröcke. Dabei unterschied sich Gehrock von Hosen in Farbe.

Die ersten Anzüge wurden eigens für Sportaktivitäten und Jagd genäht. Diese Neuerung stammte aus dem viktorianischen England. Duke of Norfolk, der für Jagd schwärmte, suchte nach bequemer Kleidung. Eigens für ihn wurde ein behaglicher Tweed Jackett genäht. Dieses Jackett unterschied sich von gewöhnlichen Jacketts dadurch, dass es Falten (für Bewegungsfreiheit), Riemen und große Taschen, darin man Patronen und Pulver legen konnte, hatte. Dieses Kleidungsstück wurde Norfolk Jackett genannt. Es wurde eines der Wahrzeichen vom Viktorianischen Zeitalter.

Das Norfolk Jackett wurde von englischen Aristokraten und denen, die sich diesen Anzug leisten konnten, gerne getragen. Es passte zum Schießen, Jagen und Ausflüge. Und dichter Tweed, daraus diese Jacketts genäht wurden, ließ dem Besitzer bei Unwetter nicht erfrieren.

In 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts erlitt englisches Tweed Jackett einige Wandlungen. Es wurde universeller, aus dem Schnitt verschwunden Riemen und Falten. Oft wurde dieses Jackett zusammen mit flanellenen Hosen getragen. Englisches Jackett aus Tweed verbreitete sich auch außerhalb Großbritanniens. Man begann Gesellschaftsanzüge in ganz Europa und in den USA zu tragen. Später wurden sie auch in Osteuropa populär.

Englisches Jackett in der heutigen Welt

Heute ist Gesellschaftsanzug nur in den Management, Bank- und Versicherungsbereiche obligatorisch. Das Tweed Jackett trägt man aber überall und unabhängig von Arbeitsgebiet. Dieses praktische Kleidungsstück wurde eine der signifikanten Sachen vom Modehaus Chanel. Mademoiselle Coco trug Tweed Jackett mit einem langen Kunstperlenhalsband sehr gerne. Eben sie machte englisches Jackett zur unisex Sache. 

Ein Jackett aus hochwertigem Tweed ist ein Merkmal von gutem Geschmack. Wenn Sie richtig makellos aussehen möchten, ist das englische Jackett genau das, was Sie brauchen.


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