Literarischer Tweed

Tweed trägt nicht nur der anerkannte Deduktionsmeister Sherlock Holmes. Neben ihm mit seiner berühmten Mütze gibt es in der Literatur noch eine Vielzahl der Figuren, die diesen bequemen, warmen und schönen Stoff tragen.

Aristokrat und Tölpel

Viele Leser haben Bertie Wooster, die handelnde Person der Bücher Wodehouses, sehr gern. Sicher wissen aber nicht alle Menschen, dass diese Figur mit dem Duke of Windsor viel gemein hat. Sogar sein Name stammte nach einer der Versionen aus einem der abgeleiteten Namen von dem Duke, Albert.

Als der Duke of Windsor noch Prince of Wales war, interessierte er sich für Mode und beeinflusste sie sehr stark. Er experimentierte mit Farben und Stoffen, mit Schnitten und Accessoires gern, kombinierte die Sachen, die inkompatibel schienen.

Anzüge von Bertie Wooster verkörpern die Novitäten, die von seinem Prototyp in die Herrenmode des frühen letzten Jahrhunderts hineingelegt wurden. Das ist Tweed Anzüge für Ausflüge und Jagd, Tweed Sportanzüge, die aus einreihigem Jackett oder Weste und Kniehose bestehen und beispielsweise beim Golfspiel getragen werden. Und natürlich ist das der berühmte zweireihige karierte Anzug aus Tweed „Prince of Wales“.

Professor und Militärangehöriger

Tweed taucht oft in Krimis von Agatha Christie auf. Captain Hastings, der treue Freund des Detektivs Hercule Poirot, zum Beispiel verkörpert einen echten englischen Gentleman. Hastings kleidet sich nach der Mode: Tweed Jacketts, Hüte und Westen.

Die handelnde Person der äußerlich populären Romane Dan Browns, Professor an der Harvard-Universität und Fan von religiösen Symbolen aller Art Robert Langdon, kann auch ohne sein Lieblingsjackett aus Tweed nicht umgehen. Langdon trägt immer ein und dasselbe Modell des Jacketts einer bestimmten Firma, mit doppeltem Futter. In einem der Bücher des Zyklus Illuminati rettete das doppelte Futter dieses Jacketts ein altes Pergament mit sehr wertvollen Informationen vor Durchnässung.

Kleidung aus Tweed kann eine besondere Atmosphäre eines Werkes betonen, verleiht den Figuren eine farbige Note und hilft ihren Charakter genauer darstellen. Es ist kein Wunder, dass viele Autoren ihre Figuren darin bekleiden mögen.


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